Mo

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Mo kam Anfang 2003 mit seiner besten Freundin Peggy zu uns. Er war mager, bestand nur aus Haut und Knochen. Trotzdem war er neugierig. Kaum aus dem Transporter gelassen begann er seinen Streifgang durch die Wohnung. Dass manche Türen ihm verschlossen blieben fand er unerhört!

Das erste Futter war ein echtes Highlight und für uns ein Problem. Wie gewöhnt man dem Kater das Schlingen ab???? Mit der Zeit und als Mo merkte, dass die Fressquelle nicht ausgeht wurde er etwas ruhiger.

Mo war ein sehr verspielter Kater. Alles was sich bewegte wurde sofort attackiert und in den Schwitzkasten genommen. (Auch Peggy….) Ich erinnere mich an ein Telefongespräch mit meiner Mutter. Sie saß auf dem Sofa und hatte eine Decke über Füße und Beine gelegt. Mo lag auf dem Nachbarsofa. Plötzlich schreit meine Mutter wie verrückt ins Telefon. Nun ja,…sie hatte unter der Decke mit den Zehen gewackelt, was Mo als sofortige Spielaufforderung interpretiert hatte. Mit einem großen Hops war er hinüber gesprungen und hatte seine Krallen in den Fuß der Mutter gesteckt.

Ein Problem mit Mo war zu Anfang, dass er immer sehr schnell mit den Krallen zur Hand war. Auch beim Streicheln musste man aufpassen nicht gleich eine gewischt zu bekommen. Stellenweise war er richtig aggressiv und ging auf uns los. Mit einem konsequenten "NEIN" lernte er aber sehr schnell und wurde sehr vorsichtig.

Katzenmilch ist und bleibt Mos absoluter Favorit. Das Problem ist nur, er verträgt diese überhaupt nicht. Man muss sagen, dass er allerdings die einzige Samtpfote ist, die zum Erbrechen das Haus verlässt.

Peggys Tod hat Mo sehr mitgenommen. Gesa hat er nie als Freundin akzeptiert, was wohl auch an Gesa liegt. Im letzten Jahr ist er sehr ruhig geworden. Er schläft sehr viel auf seinem Stuhl im Wintergarten und spielt kaum noch. Bei schlechtem Wetter – Mo mag keinen Regen – verprügelt er zur Strafe erstmal alle anderen anwesenden Katzen und legt sich dann wieder hin. Wir wissen nicht warum, aber er ist sehr schreckhaft geworden. Evtl. liegt das daran das es in unserer Gegend seit neustem Luchse gibt.

Mo hat panische Angst vor Tierartbesuchen. Er verbindet einen stadtgerecht gestylten Vater mit dem Tierarzt. Sprich, jedes Mal wenn mein Vater keinen Jogginganzug trägt, versteckt sich Mo als reine Vorsichtsmassnahme unter dem Kamin…

Anna Lenzke, 24.11.2006