Relit, Ria, Shadow und Würmchen
Hallo, liebe Tierfreunde.
Im Herbst 2004 habe ich den (damals ca. 5 Monate jungen) Kätzchen Shadow und Ria ein neues Zuhause gegeben. Zuvor lebten sie im Briloner Tierheim.
Shadow war ein Kater, der „das Sagen im Haus“ hatte. Vor ihm hatten alle anderen Tiere (seine Freundin Ria, das mir zugelaufene Würmchen und vor allem unsere sechs Besucherkatzen und zwei Besucherhunde) großen Respekt. Schon im Tierheim saß er auf seinem „Thron“, beobachtete das Treiben da unten und ließ allen anderen den „Vortritt“. So auch Ria.
Am 28. November ist Shadow von einem Auto angefahren worden und war wohl sofort tot.
Wir alle (auch unsere zwei- und vierbeinigen Freunde) hatten Schwierigkeiten, diesen Verlust so einfach hinzunehmen. Nach einer gemeinsamen Verabschiedung habe ich mich am darauffolgenden Tag entschlossen, RELIT zu uns zu nehmen.
Relit sollte keinen Ersatz für Shadow darstellen. Ich wollte, dass sie die anderen beiden (vor allem Shadows langjährige Freundin Ria) ein wenig ablenkt oder aufmuntert. Zudem stand Weihnachten vor der Türe. Ria brauchte jedoch sehr lange, um über den Tod einigermaßen hinweg zu kommen. Manchmal denke ich noch heute: Sie steht vorm Fenster und wartet auf Shadow.
Würmchen hat Relit sofort ins Herz geschlossen, Ria hat noch so ihre Probleme mit Relit – sie gehen sich aus dem Weg. Beide verteidigen dennoch gemeinsam ihr Revier gegenüber den fremden Katzen, welche sie nicht leiden können.
Relit kam am 29. November zu uns. Bereits am 1. Dezember konnte ich ihr Betteln nicht mehr ertragen und ließ sie raus – in der besten Hoffnung. Gott sei es gedankt: Relit hat ihr neues Zuhause von Anfang an angenommen und geht seitdem hier ein und aus (eben so, wie sie möchte). Ferner versteht sie sich sehr gut mit anderen vierbeinigen Besuchern (Katzen und Hunden).
Heute, fast eineinhalb Monate später, kommt es mir vor, als wenn Relit schon immer bei uns leben würde. Sie ist sehr zutraulich geworden und ihre Schmusephasen häufen sich. Dass sie unser Zuhause auch als ihr Heim ansieht, ist offensichtlich.
Dieser kleine Erfahrungsbericht kann vielleicht auch andere Menschen motivieren, ein oder zwei
Vierbeiner zu sich zu nehmen. Man wird es mit Sicherheit nicht bereuen.
Liebe Grüße an alle Tierliebhaber
Silke Nieder
Altenbüren, im Januar 2008
| < Zurück | Weiter > |
|---|
