Peggy

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Peggy war so ein Engel. Sie war einfach nur lieb und freundlich. Zunächst war sie sehr ängstlich und scheu. Es dauerte fast 4 Stunden bis sie zögerlich den Transporter verließ. Sie wurde Vaters Mädchen und kam oft zu ihm zum Schmusen auf den Schoss und schlief nachts neben seinen Beinen.

Peggy hatte die Angewohnheit sich immer fallen zu lassen wenn sie gestreichelt werden wollte. So stand sie neben einem und fiel plötzlich um. Der Blick sagte dann schon: "Jetzt streicheln!!!" Peggy war die einigste Katze welche aktiv betteln konnte. Sie stellte sich auf dem Kratzbaum neben dem Tisch und hob eine der Vorderpfoten. Ein MIAU sagte dann: "Füttere mich ich bin am verhungern!" Für Tunfisch wäre sie durchs Feuer gegangen.

Peggy war oft krank. Mal eine Augenentzündung hier, ein Schnupfen da, eine Nierenentzündung dort. Oft waren wir mit ihr beim Tierarzt, was sie sich immer gefallen ließ. Irgendwann prüften wir Peggy auf die FIP. Zwar war sie geimpft, aber die sich häufenden Symptome deuteten auf diese Erkrankung. Der Test verlief negativ. Insgesamt wurde Peggy noch 3 weitere Male auf FIP getestet, jedes mal negativ. Sie magerte stark ab. Als ich an einem Wochenende aus der Ausbildung kam brachte mein Vater ganz euphorisch die Nachricht, dass Peggy endlich wieder zugenommen hätte! Sie sei wieder richtig füllig geworden. Niedergeschmettert betrachtete ich die liebe Peggy. Ihr Bauch war aufgequollen. Ich brachte sie sofort zum Tierarzt. "Machen sie ihr noch einen schönen Abend,…..Morgen müssen wir das beenden…." Die letzte Nacht schlief Peggy neben Vater. Am Morgen als sie den Transporter sah, ging sie zu Mo, schleckte ihm einmal über die Stirn und ging dann alleine in den Transporter, dort blieb sie sitzen. Ich muss mit Verlaub sagen, ich habe meinen Vater noch nie so sehr weinen sehen. Eine Obduktion ergab die FIP. Dass die Tests negativ angeschlagen haben wurde sofort weitergegeben. Wir haben lange um Peggy gekämpft. Aber eine wie sie will auch der Himmel haben. Wir haben verloren. Schlaf gut, kleine Maus!

Anna Lenzke, 24.11.2006